E-MAIL TELEFON KARTE
 

Woffinden auf dem Weg zum Titel Nummer 3

veröffentlicht am 23. September 2018

„Woffi“ auf bestem Weg zum Champion“

Mit neun Punkten Vorsprung auf seine Verfolger  reiste der zweifache Weltmeister Tai Woffinden aus Großbritannien nach Teterow, mit einem Punkt mehr in der Tasche ging die Reise noch am Abend für ihn und sein Team weiter Richtung Polen, wo am Sonntag ein wichtiges Ligarennen auf dem Programm steht.
Erstmals in der Geschichte im Speedwaysport könnte am 6.Oktober im polnischen Torun der Traum wahr werden, dass ein britischer Speewaystar zum dritten Mal Weltmeister wird. Und die Aussichten stehen mehr als gut. 12 Punkte reichen Woffinden, um diesen Traum zu realisieren -  egal, wie sehr sich sein Verfolger Bartosz Zmarzlik bei seinem Heim-Grand-Prix auch anstrengen mag.

Teterow zeigte sich am Abend des 22.September trotz nicht bestem Wetter Grand-Prix-würdig! Nachdem am Nachmittags des Vortages das Training (wie 2017) auf Grund von Regenfällen ausfallen musste, konnte das Rennen pünktlich kurz nach 19 Uhr gestartet werden. Die Bahnverhältnisse waren nicht optimal, denn wieder zog ein Regengebiet vor der Veranstaltung über die Bergring-Arena und machte das Speedwayoval „pitschnass“. In den ersten drei Läufen gab es zwei Ausfälle durch Artem Laguta und Nicki Pedersen. Der „nasse Strahl“ der Vordermänner war wohl zu viel... Maciej Janowski und Craig Cook kamen in Heat 4 spektakulär zu Fall, beim Rerun rutschte Martin Vaculik dann auch noch in die Bande. Vaculik und Cook verletzten sich und konnten das weitere Geschehen nur noch als Zuschauer verfolgen. Die deutschen Reservisten Smolinski und Wölbert witterten ihre Chance und kamen ab dem 2. Durchgang zu ihren Einsetzen.
Vorher jedoch ordnete Race-Direktor Phil Morris einen ausgiebigen Bahndienst an. Nicht alle Fahrer und Zuschauer fanden die 35-minütige Unterbrechung für richtig, auch Offizielle des Veranstalters hielten diese Entscheidung für denkwürdig! Aber im Nachhinein kann nur der Bahndienst gelobt werden, denn die Verhältnisse wurden von Lauf zu Lauf besser und auch die letzten Kritiker der Teterower Bahn, wie immer wieder in Foren zu lesen ist, hatten nichts mehr zu „meckern“. Es wurde ein Speedwayabend mit packenden Rennen und dramatischen Überholmanövern.
Kai Huckenbeck, als Wildcard-Fahrer dabei, konnte seine Punkteausbeute vom Vorjahr nicht toppen. Waren es 2017 noch vier, so standen diesmal nur zwei Punkte am Schluss im Rennprogramm. Auch Martin Smolinski ergatterte bei seinen 4 Einsetzen nur einen Zähler. Kevin Wölbert fuhr seine ersten Rennen am Schluss des Feldes durchs Ziel, aber einen „gewaltigen“ Lichtblick gab es in Heat 18, als der Heidhofer einen Bombenstart von Startplatz „Gelb“ erwischte. Gegen Fredrik Lindgreen, Nicki Pedersen und Przemyslaw Pawlicki heimste er drei Punkte ein. Endlich kamen die zahlreichen Deutschlandfahnen zum Einsatz und der Beifall kannte keine Grenzen! Von der Außenbahn wurden an diesem Abend die meisten Heat´s gewonnen, vor einem Jahr war es die Innenbahn auf „Rot“. 
Nach 20 Vorläufen und 2 Semifinals standen im alles entscheidenden Rennen die vier Besten des Abends am Startband. Der Pole Zmarzlik, US-Boy Hancock, Woffinden von der Insel und der amtierende Weltmeister Doyle aus dem Land der Kängerus. Jeder hätte es verdient, den Germany-Grand-Prix zu gewinnen. „Ich gönne es am meisten Greg Hancock, der mit seinen sagenhaften 48 Jahren ein Wahnsinnsrennen hier fährt. Aber ich denke, Jason Doyle gewinnt“, so der Tipp von Bergringsprecher Hans-Werner Ruge. Gewonnen hat aber „Woffi“ vor dem amtierenden Weltmeister Jason Doyle. Bartosz Zmarzlik wurde wurde Dritter, Hancock schrammte kurz am Podest vorbei.
8600 begeisterte Zuschauer erlebten einen unvergesslichen Motosportabend, der mit einem Höhenfeuerwerk nach fast 3 ½ Stunden endete.
 Für 2019 sind bereits die Weichen gestellt. Dann geht es auf zum „4. Streich“ im Teterower Speedwaystadion.

Text & Foto: Peter Stanislawski

Auf dem Podest: v.l: Jason Doyle, Tai Woffinden, Bartosz Zmarzlik