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Martin Smolinski holt den Schildbürgerpokal nach Deutschland

veröffentlicht am 10. August 2019

Hans-Werner Ruge

 

Martin Smolinski holt den Schildbürgerpokal nach Deutschland

 

 

Ein Wechselbad der Gefühle durchlebten die 1200 Besucher der 16. Auflage des

Speedwayrennens um den Schildbürgerpokal in der Teterower Bergring-Arena.21

Stahlschuhpiloten aus 9 Nationen rollten unter Flutlicht,aufgeteilt in vier

Fünfergruppen, an die Startbänder.Schon im Lauf 3 setzte Polens Jungstar Adrian

Gala mit einer Zeit nahe am Bahnrekord ein Achtungszeichen auf der extrem

schnellen Bahn.Aber auch die deutschen Hoffnungen Martin Smolinski und Kai

Huckenbeck kamen mit Laufsiegen bestens ins Rennen.Leider zeigte sich nach zwei

gefahrenen Durchgängen der Vorrunde,dass die nachmittäglichen Regengüsse dem

erst vor zwei Wochen komplett neu aufgebauten Bahnbelag doch arg zugesetzt

hatten.Die Fahrer beklagten extremen Grip in den Kurven und so entschied die

Jury,den Rennablauf stark einzukürzen und auf  Vierer- statt der geplanten

Sechserfelder zu begrenzen.“Wir mußten im Interesse der Fahrergesundheit einen

Kompromiss finden,der trotzdem für die Zuschauer eine Tagesentscheidung

ermöglichte“,begründete DMSB-Schiedsrichter Bernd Sagert die nicht unumstrittene

Entscheidung.Opfer dieser Regeländerung wurden leider auch zwei der deutschen

Hoffnungsträger.Max Dilger mußte punktgleich mit dem Gruppensieger genauso

passen wie Kai Huckenbeck,dem letztlich ein Punkt zum Halbfinaleinzug

fehlte.Lukas Baumann war nach einer Diqualifikation als Abbruchverursacher

ohnehin chancenlos.Im ersten Halbfinale setzte sich dann der polnische

Teamweltmeister Pavel Hlib souverän mit einem Start-Ziel-Sieg durch.Für Jubel bei

den Fans sorgte der siebenfache Deutsche Meister Martin Smolinski,der mit zwei

resoluten Attacken auf den Polen Miroslaw Jablonski ebenfalls den Finaleinzug

perfekt machte.Im zweiten Halbfinale profitierten die beiden Tschechen Zdenek

Holub und Ondrej Smetana vom Ausfall des klar führenden Pechvogels Adrian Gala

in der Schlussrunde.Das Finale war dann eine einzige Jubelfahrt für den

frischgebackenen Vater Martin Smolinski,der erneut mit viel Kampfgeist den

Blitzstarter Zdenek Holub noch auf Platz zwei verwies und zum zweitenmal in der

16-jährigen Geschichte des Klassikers den Pokal nach Deutschland holte.“Ich bin

sicher“,so der strahlende Sieger,“dass die rührigen Teterower Verantwortlichen die

heutigen Probleme bei der Generalprobe bis zum Deutschland-Grand-Prix am 31.

August an gleicher Stelle in den Griff bekommen werden“.