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Daniel Rath wieder in Königsklasse dabei

veröffentlicht am 02. Juni 2019

Daniel Rath, Bergringpokalgewinner 2011 und einer der erfolgsreichsten Teterower Rennfahrer auf dem Bergring, will Pfingsten wieder am Gashahn drehen. Seine 500-ccm-Maschine ist, so wie er selbst, startklar.
Peter Stanislawski unterhielt sich mit dem 41-jährigen Familienvater eine Woche vor Startschuss.

Daniel, nach deinem Sturz 2014 auf dem Teterower Bergring und den Verletzungen (Oberschenkel- und Sprunggelenkfraktur) galt deine Rennfahrerlaufbahn als beendet.  Letztes Jahr stand dein Name bei den Speed-Crossern im Bergring-Programm, in ein paar Tagen stehst du in der 500 ccm Königsklasse wieder am Startband. Was hat dich dazu bewegt?
Nicht nur der Sturz und die zugezogenen Verletzungen waren die Ursache meines Rückzugs vom Rennsport. 2014 ist mein Sohn geboren, wir sind in ein neues Haus gezogen, die Zeit war knapp. Nach reiflicher Überlegung habe ich mich entschlossen, es noch einmal auf dem Teterower Bergring, auf dem ich mich nach wie vor verbunden fühle, zu versuchen. Ich möchte dazu beitragen, dass die Teteower Fans wieder einen Fahrer aus ihren eigenen Reihen anfeuern können und die Königsklasse auch weiterhin Bestand hat. Diese darf niemals auf Europas schönster Grasbahn untergehen. Das ist mein Anliegen und Anreiz zugleich.

Wie fuhr es sich im letzten Jahr auf einer Cross-Maschine?
Damit konnte ich mich überhaupt nicht anfreunden, das ist nicht meins. Mit einer 500-er unterm Hintern geht die Post viel besser ab!

Musstest du dir ein neues Motorrad kaufen oder stand die 500-er fünf Jahre lang unberührt in deiner Garage?
Mein Unfallmotorrad habe ich damals verschenkt. Jetzt habe ich es zurückgewonnen und ein paar Teile dazugekauft. Um Bahnsport betreiben zu können, mußt du tief in die Tasche greifen, was das Finanzielle anbelangt. Deshalb soll es dieses Jahr auch keine "Eintagsfliege" sein, ich möchte auch noch beim 100. Rennen 2020 dabei sein.

Bist du konditionell in der Lage, den schwierigen 1877m-Kurs zu meistern?
Seit drei Monaten fordere ich meinen Körper. Auf meiner Crossmaschine hole ich mir die Kondition, wir haben eine Strecke im Dorf. Außerdem laufe ich viel und kann mich bei meinem Arbeitgeber, der Bundeswehr, sportlich betätigen.

Was sagt die Familie zu deinem Entschluss?
Ich habe mich mit meiner Frau besprochen, sie steht voll hinter mir. Das ist sehr wichtig, sie hält mir den Rücken frei. Somit kann ich unbeschwert an´s Startband rollen. Auch meine Eltern drücken mir die Daumen, ich habe ein gutes Gefühl und mein Kopf ist frei!

Was rechnest du dir für Chancen aus bei den Rennen um das „Grüne Band“ und um den „Bergringpokal“?
Ich gewann schon einmal den Bergringpokal und weiß, wie ich auf der schwierigen und anspruchsvollen Strecke zu fahren habe. Eine vordere Platzierung wäre nicht schlecht, die Chance ist da. Ich komme nicht nur zum Spass zurück, dafür ist der Aufwand zu kostspielig. Mal sehen, was machbar ist.

Daniel, danke für Deine aussagekräftigen Worte und Argumente.  Viel Erfolg am kommenden Wochenende.

So sehen wir Daniel Rath auf dem Bergring wieder   -   2.v.l. mit Startnummer 8 (Foto aus dem Jahr 2013)