E-MAIL TELEFON KARTE
 

Grand-Prix-Splitter

veröffentlicht am 12. September 2016

Grand-Prix-Splitter

gesehen, gehört & notiert von Peter Stanislawski

 

                                                                             Ruhe vor dem Sturm

Pressevertreter und Fotografen suchten bis gegen 16 Uhr vergeblich die Speedwaystars im Fahrerlager, doch die mentale Vorbereitungsphase stand im Vordergrund bei den Aktiven. Wohl viele von ihnen hielten einen Mittagsschlaf, so auch Martin Smolinski.

Aber dann kamen sie angefahren, abgeholt von Shuttle-PKW`s. Wie Fernsehstars vor dem „Roten Teppich“  siegen sie aus den Limousinen und begaben sich zu ihren Mechanikern in die Box. Diese schraubten bereits den ganzen Nachmittag an der hochsensiblen Technik.

 

Gegen den Durst

Hauptsponsor „Monster Energy Drink“ stellte seine Getränke kostenlos in einem großen Kühlschrank im Fahrerlager bereit. Nicht nur die Profis hatten Zugriff, alle mit einer Zutrittsberechtigung konnten hier ihren Durst löschen.

 

Schwarz statt Weiß

Üblicherweise ist der Startmarshall in weiß gekleidet. Nicht bei Detlev Landowski! Der bereitgestellte Overall aus England hatte die falsche Größe. Also musste „Landi“ in Schwarz ran!

 

Bekannte rund ums Stadion

Viel Bergring-Prominenz wurde gesichtet: Kelvin Tatum kommentierte fürs englische TV, Stephan Katt, Manfred Knappe und Enrico Janoschka  verfolgten die Rennen als aufmerksame Zuschauer. Marcel Gerhard aus der Schweiz betreute seine Schützlinge als Motorentuner. 

Barry Briggs aus Neuseeland und der Däne Ole Olsen, beide ehemalige mehrfache Weltmeister, reisten ebenfalls nach Teterow, um sich das Spektakel nicht entgehen zu lassen.

 

Viel zu gefährlich

„Im Innenring sollen die Camper parken? Ist das nicht zu gefährlich für die Fahrer?" Diese Frage brannte einer Teterowerin auf der Zunge. Sie wurde aufgeklärt, dass es sich um den Innenring des Bergrings handelte und nicht den der Bergring-Arena.

 

Strenge Bewachung

Ohne einen Tropfen Kraftstoff im Tank schoben die Mechaniker die Bikes ins Fahrerlager. Ein neutrales Fass mit Methanol stand unter Aufsicht von sechs „Bewachern“ zum Befüllen bereit, vier Kanister in rot, blau, weiß und gelb ebenfalls. Nach einem Fehlstart oder Sturz tanken nicht die Mechaniker auf der Bahn nach, sondern vier dieser „Methanol-Boys“.

 

Tränchen im Gesicht

Als Martin Smolinski sich von seinen Fans nach dem Halbfinale verabschiedete, liefen ihm ein paar Tränen übers Gesicht. Die Freude war groß, sein Ziel erreicht. „Die Stimmung in Teterow ist grandios“, so sein Kommentar.

 

Keine Ehrenrunde

Drei Oldie-Motorräder standen nach der Siegerehrung am Start & Ziel bereit, um mit den Erstplatzierten eine Ehrenrunde zu drehen. Leider verschwanden die Besten des Abends gleich ins Fahrerlager. Schade für die über 12000 Zuschauer!

 

Verrückter Speedwaysport

Nach so einem anstrengenden Abend für die Speedway-Riders sollte eigentlich ein ruhiger Sonntag folgen. Nicht aber für Doyle, Zmarzlik, Hancock, Iversen, Zagar, Woffinden und Holder. Noch in der Nacht erfolgte der Aufbruch zu ihren Liga-Vereinen im „speedwayverrückten“ Polen. Dort standen sie am Sonntagabend schon wieder am Band!

 

Kelvin Tatum  am Mikro. Der Engländer gewann 1999, 2001 & 2004 den Goldhelm auf dem Teterower Bergring