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Bergringsplitter 2018

veröffentlicht am 22. Mai 2018

Bergringsplitter 2018

Gesehen, gehört und notiert von Peter Stanislawski

 

Per Pedes zum Ring

Erstmals mit dem Rad aus Bielefeld ist ein langjähriger Besucher angereist. Über Hannover, Celle und Ludwigslust strampelte der 67-jährige aus Nordrhein-Westfalen bis nach Teterow. Nach drei Zwischenstopps bezog er nach 480 (!) Kilometern in den Beinen sein Quartier auf der Teschower Siedlung. Auch eine 76-jährige (!) Dame aus Neubrandenburg lies ihr Auto zu Hause stehen und radelte zu Pfingsten in die Bergringstadt.

Nah am Geschehen

Besucher, die in der Nordkurve ihren Platz hatten, konnten auf einer Video-Leinwand  das Geschehen im Startbereich life mitverfolgen. Mit mehreren Kameras wurden die Bilder eingespielt.

Bergringgrößen wie immer gesichtet

„So lange ich kann, bin ich dabei“, so der Hamburger und früherer Bergringstar Alfred Dannmeyer aus Hamburg. Wie immer war er mit seiner Frau angereist, auch wenn das Gehen den beiden schon etwas schwer fällt. Auch die ehemaligen Gewinner Rolf Perner aus Stralsund, der Rostocker Udo Scheel, Thomas Diehr, Diethelm "Otto" Triemer und Trevor Banks,  ließen es sich  nicht nehmen, das 98.Rennen zu besuchen. „Ich hätte den Ring gerne noch mal umrundet, aber vielleicht klappt das ja beim 100., so Banks. 

Speed-Crosser greifen in ihre Geldbörse

Die Bezeichnung „Moto-Cross“ nimmt auf dem Bergring keiner mehr in den Mund, denn Speed-Cross ist das richtige Wort! Speed bedeutet Geschwindigkeit, die Fahrer dieser Klasse sind verdammt schnell. Geschwindigkeiten über 100 Sachen kennen sie von keiner Moto-Cross-Strecke. Demzufolge ist bei den Spitzenfahrern ein enormer Umbau von Nöten. Manche investieren bis zu 20.000 €, um ihre Flitzer für den Bergring flott zu machen. Sogar Motoren, Schwingen und Fahrgestelle werden ausgetauscht.

Comeback für einen Teterower

Nach längerer Verletzungspause und „Abstinenz“ stieg Daniel Rath noch einmal den Sattel und mischte bei den Speed-Crossern mit. Er schaffte es sogar bis ins Finale und belegte Platz 11.

Sprecher in dritter Generation

Unverkennbar ist die Stimme von Hans-Werner Ruge. Der heute 69jährige Teterower kommentiert und moderiert das Geschehen am Ring seit Jahrzehnten. Später hinzugekommen ist Sohn Matthias mit dem Mikrophon aus der Nordkurve, der fachmännisch die Besucher auf dem Laufenden hält. Ihm zur Seite steht schon jetzt sein Sohnemann, den er in den nächsten Jahren „einarbeiten“ wird.

Speed-Crosser immer schneller

Während der Veranstaltung am Pfingstsonntag wurden die Rundenrekorde der Speed-Crosser 5x unterboten. Seit 2011 war Guido Skoppek linksherum der Inhaber auf dem Kurs mit der schnellsten Runde über 113,36 km/h. Sieger Björn Feldt schaffte im Tagesfinale, den Ring mit 115,11 km/h zu umrunden. Rechtsherum stand der Rekord seit 2015 bei 111,98 km/h, gehalten vom Schweden Marcus Aldn. Schneller war dieses Jahr der Niederländer Erwin Mulder. Er umrundete den Kurs mit einer Geschwindigkeit von 113,15 km/h. Schneller beim 98. Bergringrennen waren nur die 500er-Piloten Paul Cooper (118,12 km/h), Manfred Knappe (116,74), Christian Hülshorst (116,56) und Stephan Katt (115,54).

Sektdusche

Die Startnummer 1 bei den Quads stand nach drei Punktläufen als Sieger fest. Einer Sektdusche konnte sich Stephan Bischoff aus Alsfeld nicht entziehen.(Foto)

Auf zum nächsten Streich

Bergringpokalgewinner Mitch Godden machte sich sofort nach Rennschluss auf den Weg in die Niederlande. Er bestritt, diesmal als Fahrer eines Seitenwagengespanns, ein internationales Grasbahnrennen in Stadskanaal. Mit "Kumpel" Paul Smith belegte er den 2.Platz.

Foto: Stanislawski

Der Sieger bei den Quads nimmts gelassen....der Sekt fließt!