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Bergringrennen trotz Regen durchgezogen

veröffentlicht am 05. Juni 2017

Unzählige Anrufe hatte das Büro des MC „Bergring“ am Sonntagvormittag entgegenzunehmen. Die Frage der Personen an der anderen Seite der Leitung war immer dieselbe: Findet das Rennen statt? Die Antwort des Veranstalters stimmte die anreisenden Bergringbesucher positiv. Von Absage war zu keinem Zeitpunkt die Rede. Der einsetzende Dauerregen am Morgen des Pfingstsonntages trübte zwar die Stimmung auch bei den Organisatoren und Verantwortlichen, aber zum Glück öffnete Petrus die Schleusen nicht zu heftig. Und das blieb auch bis zum Nachmittag so.

Um 11 Uhr wurde die 97. Auflage des Bergringrennens vom Vorsitzenden des Clubs, Klaus Reinders, eröffnet. Bürgermeister Dr. Reinhard Dettmann begrüßte im Anschluss die Teilnehmer und Besucher, wünschte den Aktiven Hals- und Beinbruch. Danach präsentierten sich die Fahrer(innen) dem Publikum auf ihren Maschinen.

Kurz vor Beginn der Wettkämpfe legte die Rennleitung fest, trotz des Regens am Ablauf  nichts zu ändern. Lediglich die Siegerehrungen wurden nach hinten verschoben und die Rennen (außer die Finals) um eine Runde verkürzt.

Punkt 12 Uhr schellte das Startband zum ersten Mal in die Höhe, leider war es ein Fehlstart!  Schiedsrichter Andreas Märtz ließ alle 15 Crosser zu ihrem Hoffnungslauf wieder ran. Und dann ging es Schlag auf Schlag. Ein Rennen nach dem anderen wurde ohne Probleme, Unfälle und Unterbrechungen „abgespult“. Die Fans am Ring saßen oder standen unter ihren Regenschirmen, Planen oder auch ohne Regenschutz und hatten kaum Zeit, sich anderen Dingen zu widmen. Nach einer Eingewöhnungsrunde bei allen Klassen gingen sofort die Rennen los.
 
Zum ersten Höhepunkt kam es im Rennen 7. Die Speed-Crosser kämpften um den Silberhelm des ADAC. Jens Hinrichs vom MC „Bergring“ Teterow freute sich sichtlich über den Gewinn. Aber auch die Holländer Erwin Mulder und Wouter Bron waren happy über die Plätze zwei und drei.

Nach den abschließenden Punktläufen der Amazonen und Quads standen deren Sieger fest. Wie erwartet, siegte Maria Franke. Sie gewann unangefochten alle Rennen und verwies die Holländerin Jessica Elsinga und Sandra Bölkow aus Müncheberg auf die Plätze. Bei den „Vierrädrigen“ gewann Stephan Bischoff aus Alsfeld vor dem einheimischen Marcus Rux. Über den 3.Platz freute sich der Engländer Rob Heath.

Kurz bevor die absoluten Höhepunkte auf dem Programm standen, konnten die Schirme wieder zugeklappt werden. Es blieb bis nach dem letzten Rennen trocken. Schlag auf Schlag ging es weiter! Rennleiter Ronny Schlaak: „Wir müssen durchziehen, bevor uns der nächste Regen erreicht“.
Das Finale der Speed-Crosser um den „Teterower Hechtjungenpokal“ gewann der Schweriner Guido Skoppek, auch sehr zur Freude seiner Fans. Richtige „Sprechchöre“ waren im Start- und Zielbereich nicht zu überhören. Eine schöne Stimmung! Auch zwei weitere Deutsche konnten sich freuen: Jens Hinrichs und Simon Schmidt komplettierten das Podest.

Nach den absolvierten Punktläufen der Bahnsport-Klasse standen die Teilnehmer für das Finale um das „11.Grüne Band“ fest. Paul Cooper von der Insel erwischte den besten Start und rettete seine führende Position bis zur schwarz-weiß-karrierten Flagge von Startmarschall Detlev Landowski.
Mitfavorit Dirk Fabriek kam als nächster über die Ziellinie, gefolgt von Stephan Katt. Nach einer Frage am Samstag, ob nach dem Gewinn des Bergringpokals 2015 der Sieg beim „Grünen Band“ anvisiert wird, kam von „Catman“ die Antwort: “Nicht unbedingt. Wenn es klappt, um so schöner. Aber für mich stehen der Spass und einfach nur das Mitfahren im Vordergrund. Aber natürlich freue ich mich auch über eine gute Platzierung“.

Der Klassiker „Speed-Cross-Pokal“ feierte sein Jubiläum! Bereits zum 10.Mal stand dieses Handicap-Rennen im Bergringprogramm. Aus drei Startreihen ging es rechtsherum um den 1877m Kurs, die Schnellsten in der letzten Gruppe am Startband. Nach einer packenden Aufholjagd über 5 Runden siegte der Niederländer Daniel de Vries vor John Nyström aus Schweden und dem Teterower Karl Udo Wuttke.

Beim abschließendem Rennen um den „60. Bergringpokal“ entschied sich die Rennleitung für zwei Startreihen. Als die Ampel auf Grün geschaltet wurde, donnerte die 1.Gruppe mit fünf Fahrern den Startberg hinauf. Nach fünf Sekunden ging das Band hoch, und die sieben Schnellsten des Tages begannen mit ihrer Aufholjagd. Wie schon beim „Grünen Band“ mussten seine Konkurrenten zur Kenntnis nehmen, dass er heute der Beste ist: Paul Cooper. Schon nach zwei Runden setzte sich der Engländer an den Spitze und gewann nach 2012 den Bergringpokal zum zweiten Mal. Manfred Knappe aus Trauenstein und der Holländer Dirk Fabriek konnten als Zweiter und Dritter abgewunken werden.

Bei den abschließenden Siegerehrungen kam wieder ein „Husch“ von oben. Aber das störte niemanden mehr. Wichtig war und ist für alle, ob Fahrer, Helfer, Funktionär oder Zuschauer und Fan: Das 97. Bergringrennen ging reibungslos über die Bühne, es gab keine nennenswerten Stürze und alle blieben gesund!
Und das Schöne ist: erste Anmeldungen von Fahrern für 2018 liegen bereits schon vor. Und Zuschauer, die sich auf dem Bergring kennengelernt haben, freuen sich auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr...

Insgesamt erlebten 15000 Zuschauer ein Motorsport-Wochenende auf dem
Teterower Bergring und in der Bergring-Arena.

Alle Ergebnisse sind unter folgendem Link abrufbar:

http://www.bergring-teterow.de/ergebnisse/2017/index.html

Text & Foto: Peter Stanislawski

Paul Cooper mit seinem "Grünen Band"