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Australischer Meister gewinnt 15.Schildbürgerpokal

veröffentlicht am 19. August 2018

Schildbürgerpokal geht zum 2.Mal ins Land der Kängurus - Australiens Champion Brady Kurtz überragender Fahrer des Abends

Bei der 15.Auflage des Speedwayklassikers „Schildbürgerpokal“ in der Teterower Bergring-Arena am 17.August erlebten knapp 1000 Zuschauer einen an Spannung geladenen Motorsportabend. „Fünfer- & Sechser-Speedway ist schon was Besonderes, da geht es hart und eng zur Sache“, so ein Fan aus dem Raum Teterow. Und nicht nur ihm stockte bei machen „Szenen“ der Atem, wenn die Stahlschuhmänner nach dem Start durch die erste Kurve drifteten. Allen voran  Brady Kurtz. Der australische Meister war „der Mann des Abends“. Nur einen Punkt gab er an den Dänen Mikkel Bech in der Vorrunde ab. „Nicht jeder Start von mir war ideal, aber ich konnte mich immer nach vorne kämpfen“, so der spätere Sieger. Er ist der zweite Australier nach Chris Holder (2014), der den Pokal mit nach Hause nimmt.

Mit dem Deutschen Meister Martin Smolinski im Starterfeld waren die Hoffnungen der Zuschauer groß. Klappt es mit einem Podestplatz nach seiner Galavorstellung beim Meisterschaftslauf vor zwei Wochen in Güstrow? Macht er es Tobias Kroner nach, der vor genau 10 Jahren das Meisterstück schaffte, ganz oben auf dem Siegerpodest zu stehen?  Leider wurden die Fans total enttäuscht. „Smoli“ beendete seine Quali-Läufe mit nur drei Punkten und erreichte nicht einmal das Semifinale. Nur Platz 16 sprang am Ende heraus, ein Abend zum Abhacken des Bayern. Auf die Frage im Vorfeld des Rennens, ob er einen Podestplatz anvisiert, gab der 33-jährige Ex-Grand-Prix-Starter zur Antwort:“ Wer weiß, ich habe noch ein paar Jahre Zeit…“.
Smolinski machte sich nach dem Rennen mit seinem Team gleich auf dem Weg ins niederländische Eenrum, wo er am Sonntag beim Langbahn-Grand-Prix dabei sein wird. Sein Traum vom WM-Titel ist noch nicht geplatzt!

Auch Max Dilger kam über die Vorrunde nicht hinaus, der Deutsche scheiterte knapp am Weiterkommen. Deutschland-Vertretung Nummer 3, Mathias Bartz, hatte ebenfalls mit dem Ausgang des Abends nicht zu tun. Nach einem Sturz in seinem 2.Vorlauf meldete sich der Brandenburger ab und verfolgte das Geschehen mit einer Handverletzung vom Fahrerlager aus.
 

Schon beim Auerhahnpokal-Rennen zu Pfingsten hatte Adrian Gala Pech, als er im Finale mit Motorschaden ausfiel. Der junge Pole, bei so Manchem Publikumsliebling, erhoffte sich einen Platz auf dem Treppchen. Leider misslang dieser. Durch eine Disqualifikation zwecks Startbandberührung in der Vorrunde waren seine Träume geplatzt. Wutentbrannt fuhr er zurück in seine Box und verstand die Welt nicht mehr…

Nach je drei Punktläufen in den Semifinals – erstmals ohne deutsche Beteiligung (!)-, standen die Finalteilnehmer fest. Fahrer aus 5 Nationen hofften auf den Sieg. Brady Kurtz ließ sich die Butter nicht vom Brot nehmen und verwies den Schweden Jacob Thorssell und Patrik Hougaard aus Dänemark auf die Plätze 2 und 3. Der amtierende Europameister, Andzejs Lebedevs aus Lettland, schrammte kurz am Podest vorbei, fuhr aber in seinem ersten Vorlauf die schnellste Zeit des Abends. 60,28 Sekunden brauchte er für 4 Runden, was einer Geschwindigkeit von 74,89 km/h entspricht. Die beiden Polen Jablonski und Suchecki durchquerten als Fünfter und Sechster die Ziellinie.

Ergebnisse Speedway «Schildbürgerpokal» Teterow/D:  1. B. Kurtz/AUS  2. J. Thorssell/S  3. P. Hougaard/DK  4. A. Lebedevs/LV  5. M. Jablonski/PL  6. Z. Suchecki/PL  7. K. Gomolski/PL  8. V. Tarasenko/RUS  9. M. Bech/DK  10. N. Magosi/H  11. M. Kus/CZ  12. J. Lidsey/AUS  13. A. Gala/PL  14. M. Dilger/D  15. S. Melnychuk/UA  16. M. Smolinski/D  17. T. Aarnio/FIN  18. Z. Holub/CZ  19. G. Moi/N  20. M. Bartz/D

Text & Foto: P. Stanislawski